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Schlafprobleme im Alter: Kaffee kann helfen

Katrin Schindler / pixelio.de

Vielen Menschen erscheint diese Vorstellung paradox, da das im Kaffee enthaltende Koffein doch bekanntlich munter machen soll. Aber vielen Seniorenheimen und auch Ärzten ist die schlaffördernde Wirkung von Kaffee, insbesondere bei älteren Menschen, schon seit langem bekannt. werbung

Kaffee, mit seinem unverwechselbaren Aroma, lädt Menschen generationsübergreifend zum gemeinschaftlichen Genuss ein. In vielen Ländern ist es zur Tradition geworden, diesen bei Festlichkeiten zu servieren. Ursprünglich soll der Kaffee aus dem Südwesten von Äthiopien abstammen und wurde von dort aus durch Sklavenhändler weiter verbreitet. Es dauerte nicht lange und der Kaffee nahm seinen Siegeszug.

Wie kommt es aber nun, dass dieses Heißgetränk, bekannt für seine anregende Wirkung auf Körper und Geist, bei älteren Menschen schlaffördernd sein soll. Der körpereigene Stoff Adenosin ist ähnlich gebaut wie das im Kaffee enthaltene Koffein. Adenosin wirkt im Hirn und hat die Eigenschaft, die Ausschüttung aller belebenden und anregenden Nervenbotenstoffe zu verhindern. Dadurch empfangen die Nervenzellen nicht länger diese anregenden  Signalstoffe und der Körper kann wieder in einen entspannten Zustand zurückkehren.

Nach dem Genuss von Kaffee  und der damit verbundenen Aufnahme von Koffein werden nun die Rezeptoren der Nervenzellen besetzt. Dadurch sind Rezeptoren besetzt und das Adenosin kann nicht an diese andocken und somit seine dämpfende Wirkung auf den Körper entfalten. Schließlich werden weitere anregende Nervenbotenstoffe ausgeschüttet und von den Nervenzellen empfangen. Der Körper fühlt sich weiterhin beschwingt und munter.

Beeinflussung des Schlafverhaltens

Bei älteren Menschen kann der Genuss von Kaffee aber auch schlaffördernd wirken und sogar die Schlafqualität erheblich verbessern. Da bei Senioren die Durchblutung des gesamten Körpers nicht mehr so gut ist wie bei jungen Menschen, wird auch nicht mehr das Gehirn richtig durchblutet. Koffein fördert aber die Durchblutung, vor allem die des Gehirns. Dadurch wird auch das dort befindliche Schlafzentrum besser durchblutet und leichter aktiviert. Ältere Menschen werden nach dem Verzehr von Kaffee oft ruhiger und können viel besser einschlafen. Koffein wirkt aber auch der Senkung der Atemfrequenz entgegen und fördert damit die Qualität des Schlafes.

Viele Altenheime, wie zum Beispiel Altenheime in Oldenburg, reichen den Bewohnern kurz vor dem Schlafen gehen eine Tasse Kaffee, damit diese besser schlafen können. Das ist sehr wichtig, denn wenn nicht unmittelbar nach dem Verzehr von Kaffee versucht wird zu schlafen, entfaltet das Koffein seine belebende Wirkung. Am besten wird der Kaffee eine viertel Stunde vor dem Schlafen getrunken, danach wäre es nahezu unmöglich wieder einzuschlafen. Während des Schlafes hat das Koffein keine belebende Auswirkung auf den menschlichen Körper.

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